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Das Mitteldeutsche Chemiedreieck -- 6 Chemiestandorte mit spezifischem Profil
Die mitteldeutschen Chemiestandorte sind die Vorreiter im europäischen und auch im globalen Umstrukturierungsprozess der chemischen Industrie. Dahinter stehen eine 100jährige mitteldeutsche Chemietradition und - im Ergebnis des Umstrukturierungsprozesses der ostdeutschen Chemieindustrie der letzten Jahre - die modernsten Chemieanlagen Europas.
Seit Beginn der 90er Jahre wurden an den großen Chemiestandorten Sachsen-Anhalts - in Leuna, Bitterfeld-Wolfen, Schkopau und Zeitz sowie in Böhlen (Sachsen) und in Schwarzheide (Brandenburg) Investitionen in Höhe von 16,6 Mrd. Euro in die Sanierung und die Erneuerung der Infrastruktur sowie in Produktionsanlagen getätigt. An den 6 Chemiestandorten sind heute insgesamt 27.000 Menschen beschäftigt.
Das mitteldeutsche Chemiedreieck mit einer insgesamt genutzten Chemieparkfläche von über 5.500 ha verfügt über ein umfassendes Rohstoff- und Synergiepotenzial, das gemeinsam von den Unternehmen genutzt wird und beste Voraussetzungen für neue Ansiedlungen bietet. So sind seit 2005 und aktuell über 30 Neu- und Erweiterungsinvestitionen im Chemiedreieck in der Umsetzung bzw. Planung. Bis zum Jahr 2008 werden damit insgesamt weitere rd. 650 Mio. Euro an den Chemiestandorten investiert und über 1.200 Arbeitsplätze neu geschaffen.
Die Chemiekompetenz Mitteldeutschlands zeichnet sich durch ein spezifisches Know how aus, das aus der erfolgreichen Bewältigung des komplexen Transformationsprozesses resultiert. Mitteldeutschland ist die "Geburtsstätte" des Chemieparkkonzeptes: so z.B. der Aufbau einer Infrastrukturgesellschaft wie der InfraLeuna Infrastruktur und Service GmbH am geschlossen Chemiestandort Leuna oder der Zeitzer Standortgesellschaft, des ValuePark® Konzeptes der Dow Olefinverbund GmbH, der Öffnung des BASF Standortes Schwarzheide für Investoren oder der Chemieparkgesellschaft PD ChemiePark Bitterfeld Wolfen.
Neue Ansätze in der Kooperation werden über das Netzwerk der Chemiestandorte verfolgt. CeChemNet wurde im Jahr 2002 mit Unterstützung des Landes Sachsen-Anhalt gegründet. Chemieparkgesellschaften und Chemieunternehmen sorgen mit ihren Erfahrungen, ihren Dienstleistungen und Produkten dafür, dass sich Ansiedler am Standort schnell auf das Wesentliche konzentrieren können: die effiziente Herstellung innovativer Produkte.
So haben die Standorte des Mitteldeutschen Chemiedreiecks ihre Anstrengungen weiter verstärkt, neue Innovationspotentiale zu entwickeln: Die Etablierung des Fraunhofer Pilotanlagenzentrums für Polymersynthese und -verarbeitung im Dow ValuePark® Schkopau ist ein Beispiel hierfür. Leuna setzt neben der Ansiedlung von innovativen Chemiefirmen, die in den Stoffverbund passen zukünftig auch auf Biotechnologiefirmen mit großtechnischen Anlagen für die Produktion. Der Chemie- und Industriepark Zeitz plant vor dem Hintergrund aktueller Investitionen den Aufbau eines Kompetenzzentrums für die industrielle Nutzung von Biomasse. In Bitterfeld Wolfen betreibt das ChemiePark-Institut industrielle Vorlaufforschung auf den Gebieten der organischen Synthesechemie, der anorganischen und technischen Chemie und Pharmazie. Die Forschung und Entwicklung der BASF in Schwarzheide arbeitet als europäisches Entwicklungszentrum auf den Gebieten der Polyurethan-Grundprodukte. Darüber hinaus wurde in unmittelbarer Nachbarschaft der BASF das KKS Kunststoffkompetenzzentrum Schwarzheide etabliert.
Die Chemiestandorte tragen mit Ansiedlungen innovativer KMU und wirtschaftsnaher Forschungseinrichtungen sowie mit ihren Kooperationen zu Universitäten und zu außeruniversitären Forschungsinstituten wesentlich zur Herausbildung einer auf Chemie und Kunststofftechnik ausgerichteten Mitteldeutschen Innovationslandschaft bei. "Jeder der Chemiestandorte und Chemieparks verfolgt dabei eine spezifische Entwicklung. Die Zusammenarbeit der Chemiestandorte im Rahmen unseres Netzwerkes CeChemNet wollen wir stärker auch in Richtung eines Innovationsstandortverbundes profilieren.", so Andreas Hiltermann, Geschäftsführer der InfraLeuna, stellvertretend für die CeChemNet Partner.
Die CeChemNet Partner sind:
P-D ChemiePark Bitterfeld Wolfen GmbH
InfraLeuna GmbH
Dow Olefinverbund GmbH ValuePark®
BASF Schwarzheide GmbH
ZSG Zeitzer Standortgesellschaft mbH
Verbände Nordostchemie VCI Verband der Chemischen Industrie e.V. Landesverband Nordost
isw Gesellschaft für wissenschaftliche Beratung und Dienstleistung mbH
Weitere Infos unter: www.cechemnet.de